Wie alles begann

Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren. (Genesis 2,15)


Vor mehr als drei Jahrzehnten wuchsen bei dem Ehepaar Nick und Marieta van der Merwe eine Vision und ein Traum: ein Ort, wo sich Menschen für das Leben der Tiere einsetzen. Diese Vision wurde der Grundstein der Harnas Wildlife Foundation. Das wichtigste Ziel ist es, diese Tiere, die nicht für sich selbst sprechen können, zu retten und zu schützen. Leider in einer Umwelt voller sozialer Probleme und Missstände, die durch den respektlosen Umgang mit der Natur hervor gerufen sind.
Am 19. Jänner 2001 starb völlig unerwartet der Gründer, Vater und Ehemann Nick van der Merwe. Seit damals wird Harnas von seiner Ehefrau Marieta und seinem Sohn Schalk geleitet.
Während der letzten 30 Jahre wurde Harnas zur Heimat für misshandelte, verletzte oder verwaiste Löwen, Leoparden, Geparde, Caracals, Wildhunde, Erdmännchen, Mangusten, Paviane, Strauße, Stachelschweine und viele andere Tiere.
Die Umweltschutzprinzipien basieren in dem Glauben, dass Gott uns Menschen die Erde anvertraut hat, damit wir dafür Sorge tragen und uns um ALLE Bewohner kümmern. Aber leider befindet sich die Welt in einer akuten Notlage, weil wir Menschen mit den natürlichen Ressourcen nicht achtsam umgehen.
Als Harnas in Namibia immer bekannter wurde und die Leute wussten, was dort getan wird, bekam Harnas immer mehr Anfragen von Farmern, die Harnas um Hilfe baten. Diese Farmer haben das Problem, dass Raubtiere ihre Ziegen, Schafe oder auch Kühe töten. Sie wollen diese Raubtiere nicht töten, aber sie sehen oftmals keine andere Möglichkeit. Harnas nimmt diese Problemtiere bei sich auf und fördert damit das Verständnis und die Unterstützung bei der örtlichen Bevölkerung.
Um diese Verantwortung weiterhin tragen zu können, hat Harnas einen Grundgedanken: ein „Harnas“ war ursprünglich ein Schutzschild, das im Kampf getragen wurde und es ist jetzt das Symbol für die Mission von Harnas: Schutz der Natur inklusive aller Formen des Lebens unter der Wahrung der Umweltschutzes.
Das Ziel von Harnas ist es, einerseits ein nachhaltiges Naturreservat zu sein, wo spezielle Tierarten ausgewildert werden können und andererseits ein Rehabilitationszentrum, das in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für ökologischen Tourismus (MET) Tiere in verschiedene Gebiete von Namibia freilässt.
Die Betreiber von Harnas wissen, dass die Wildtiere nur ein Teil von Namibias Wachstum und Nachhaltigkeit sind. Daher verfolgt die Foundation das klare Ziel, möglichst viele Leute aus der örtlichen Umgebung zu beschäftigen, um damit das sozialökonomische Ziel zu unterstützen und das Wohl der örtlichen Kommunen zu fördern. Dieses Model hat Harnas zu einem Vorbild des Ökotourismus im südlichen Afrika gemacht.

Harnas versucht den Menschen Bildung, Erziehung und Wissen nahe zu bringen. Durch den Tourismus fördert es die Wirtschaft auf nationalem Niveau. Dadurch werden Jobs und neue Möglichkeiten geschaffen. Lokale Führer informieren Gäste und Volontäre aus der ganzen Welt über Naturschutz, Forschung und unsere Rettungsstation.
Alle Besucher von Harnas erleben die unberührte afrikanische Wildnis und Kultur mit dem Wissen, dass sie mit ihrem Besuch den Naturschutz und auch die Unterstützung der örtlichen Bevölkerung fördern.
Wir hier auf Harnas werden immer Rehabilitationszentrum und Auffangstation für Tiere sein. Wir sind bereit, alle Herausforderungen anzunehmen, um unseren Traum und unsere Vision realisieren zu können, indem wir unserer goldenen Regel folgen:

Wir sehen Potential in allen Tieren und geben ihnen eine zweite Lebenschance.

Wir – Harnas und die Familie van der Merwe – möchten ganz besonders Gott dafür danken, dass Er uns mit diesem wunderbaren Geschenk gesegnet hat. Wir beten, dass Er uns weiterhin schützt, führt und für uns Sorge trägt. Er möge jedes einzelne Tier und jeden Menschen, der uns besucht, unterstützt oder Teil von Harnas ist, segnen.

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Projekte

Der Anfangserfolg von Harnas hat uns ermutigt, neue Projekte zum Schutz der Tiere, die uns anvertraut sind, zu initiieren. Seit geraumer Zeit unterstützen wir auch die örtliche Bevölkerung, im besonderen die Kinder der Buschmannleute. Gäste und Freunde können uns dabei auf mannigfaltige Weise unterstützen und dabei helfen, dass Harnas seine Ziele erreichen kann.

Folgende Projekte wurden ins Leben gerufen:

  • Harnas Lifeline Projekt
  • Harnas Wildhundprojekt
  • Harnas Volontärsprojekt
  • Cheeky Cheetah Projekt
  • San Entwicklungshilfe

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Harnas Lifeline Projekt
Harnas hat es sich zum Ziel gesetzt, ein nachhaltiges Naturschutzreservat zu sein, in dem Tiere wieder ausgewildert werden können.
In erster Linie achten wir darauf, einen sicheren und ausgewogenen Lebensraum auf einer Fläche von 8.000 Hektar für all jene Tiere anbieten zu können, die für die Auswilderung geeignet sind. Wir geben ihnen die Möglichkeit, in ihrer natürlichen, ursprünglichen Umgebung zu leben. Indem wir es ihnen ermöglichen, in einem Lebensraum ohne menschliche Eingriffe zu leben, fördern wir ihre natürlichen Instinkte und Fähigkeiten. Hier können sie lernen, ihre Umwelt und die darin enthaltenen Gefahren zu erkennen oder auch, von welchen Tieren Gefahr droht. Das Lifelinegebiet ist ein ideales Eingewöhungsgebiet vor der endgültigen Freisetzung. Wenn die Tiere alle Herausforderungen in diesem Gebiet bestehen, dann wissen wir, dass sie endgültig ausgewildert werden können. Sollte ein Tier mit diesen Lebensumständen nicht zurechtkommen, dann holen wir es in den geschützten Bereich zurück und starten zu einem späteren Zeitpunkt einen erneuten Auswilderungsversuch.
Das Lifelineprojekt ist ein Sprungbrett für die Könige der Tiere, die kein eigenes Königreich mehr haben. Wir tragen dafür Sorge, dass die Raubtiere genug Beutetiere finden können. Auch wenn das grausam klingen mag, ist es doch in einem gesunden Ökosystem unerlässlich.
Indem wir die Tiere auf sich selbst gestellt lassen, lernen sie, was das Wort „Wildnis“ bedeutet. Sie können danach in andere große Tierschutzreservate freigelassen werden. Harnas ist bemüht, die ursprüngliche Zahl von Löwen, Geparden und anderen Raubkatzen, die früher einmal die Steppe und das Buschland bevölkert haben, wieder herzustellen. Harnas will diesen Traum verwirklichen, aber wir wissen auch, dass es besser ist, sich auf einige Tiere zu spezialisieren, als alle retten zu wollen.

Aktuelle Erfolge für das Harnas Lifeline Projekt:

  • die Umwandlung von 8.000 ha Land in das Lifeline Gebiet als gesicherten Ort für Tiere
  • das Niederreißen von alten Farmzäunen
  • die Errichtung von 43 km doppelt gesicherten Außenzäunen
  • die Einsetzung des Metapopulation Programms
  • die Errichtung eines Schutz- und Freilassungscamps innerhalb des Wildtiercamp. Diese Boma wurde direkt außerhalb des Lifeline-Camps errichtet. Die Boma ist ca. 50 mal 70 Meter groß, umfasst im Ganzen 3.500m2 und ist aus massivem Stahl errichtet. Mithilfe dieser Boma ist es möglich, Antilopen auf stressfreie Weise (mittels Wasser und Futter) aus dem Aufzuchtareal einzufangen und in das Lifeline-Camp zu bringen
  • Fortführung des Ökotourismus auf Harnas
  • die Etablierung des Umweltschutzgedanken in der Otjinene Gemeinde
  • die Umwandlung von Farmbrunnen in natürliche Wasserlöcher
  • die Errichtung von unterschiedlichen Beobachtungsposten für Tiere: das Dammhaus, der Ameisenhügel, das Baumhaus, das Kameldorn-Haus und die Wildhund-Beobachtungshöhle. Diese Beobachtungsplätze werden zu Forschungszwecken genutzt, wie z.B. Wildtierzählung, Beobachtung von freigelassenen Tieren und Verhaltensforschung
  • die Errichtung von solar betriebenen Stromanlagen, die umweltfreundlich und energiesparend Zäune, die Wasserversorgung, das Volontärscamp und das Farmhaus mit Strom versorgen
  • die Ausstattung von auszuwildernden Tieren mit GPS Funkhalsbändern, um eine bessere Überwachung garantieren zu können.

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Harnas Wildhundprojekt
Der afrikanische Wildhund ist eine der am meisten bedrohten Tierart in Afrika. Obwohl die Wildhunde ursprünglich in 39 afrikanischen Ländern präsent waren, leben diese Tiere jetzt nur mehr in 14 Ländern. In nur sechs davon gibt es Rudel mit mehr als 100 Tieren.
Eine Gruppe der afrikanischen Wildhunde lebt derzeit in Namibia auf Harnas. Die ersten Tiere, die nach Harnas kamen, stammten aus unterschiedlichen Gruppen und hatten schwere Verletzungen. Ein Tier hatte nur mehr ein Vorderbein, ein anderes schwere Verletzungen im Nacken, ein drittes ein gebrochenes Bein. Im Jahr 1996 kam eine zweite Gruppe von vier Jungtieren aus der Otjozondjupa – Region nach Harnas und im Jahr 2008 wurden zwei weitere Gruppen aufgenommen. Derzeit beherbergt Harnas 29 afrikanische Wildhunde.
Die Harnas Wildlife Foundation hat erkannt, dass der Afrikanische Wildhund einen der wertvollsten Schätze darstellt, die Namibia besitzt. Wobei die Wiederauswilderung von fast ausgerotteten Populationen eher geringe Priorität im afrikanischen Wildhundschutz hat. Rein theoretisch ist Auswilderung zwar möglich, aber das entbindet nicht vom Schutz der bedrohten Tiere. Bedingt durch die starke Zersiedelung der Landschaft ist eine Auswilderung nur in kleinen, eingezäunten Gebieten möglich. Harnas beabsichtigt, einige der derzeit auf Harnas lebende Wildhunde in dem ca. 8.000 ha Schutzgebiet auszuwildern. Der Erfolg dieses ersten Schrittes soll bei den angrenzenden Farmern und in der Otjinene-Epukiro Region einen Motivationsschub in Richtung Naturschutz bewirken. Mit Unterstützung der Farmer in Namibia und möglicherweise im ganzen südlichen Afrika könnten diese großartigen Tiere gerettet werden.

Nutzen und Erfolg:

  • Afrikanische Wildhunde können in ihren ursprünglichen Lebensraum ausgewildert werden
  • durch den Schutz dieser Tiere könnte ihre Anzahl über den kritischen Punkt angehoben werden
  • durch die Erlaubnis, Problemtiere nach Harnas bringen zu dürfen, können diese später resozialisiert werden
  • Ermittlung medizinischer Basisdaten mit Schwerpunkt auf Früherkennung von Krankheiten, Testen von Impfstoffen, Vererbungslehre, Parasitologie, etc.
  • die Gründung eines Metapopulationprogramms für Afrikanische Wildhunde in Namibia, um Forschungen über Ernährung, Raubtier-Beute-Verhalten, Beuteauswahl, Jagderfolge und intraspezifischen Wettkampf anstellen zu können
  • Der Schutz und die Verbreitung des Afrikanischen Wildhundes und anderer natürlicher Ressourcen durch sanften Ökotourismus

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Harnas Volontärsrojekt
Harnas betreibt derzeit ein faszinierendes Volontärsprojekt. Hier hat man die Möglichkeit, durch die Mitarbeit bei der Fütterung, der Pflege und der Rehabilitation in engen Kontakt zu den Tieren zu kommen.
Mehr dazu unter Mitarbeit

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Cheeky Cheetah Projekt
Die San waren ursprünglich ein Nomadenvolk, das herum zog und sich von der Jagd und dem Sammeln von Wurzeln und Früchten ernährte. Jetzt, da ihre Jagdgründe alle mit Farmen zugepflastert sind, leben sie am unteren Ende der sozialen Skala. Sie sind gezwungen, sich einer ihnen unbekannten Gesellschaft anzupassen. Auf Harnas, das in der Omaheke Region in der Kalahari liegt, lebt und arbeitet eine große Gemeinschaft von San. Durch ihre Mitarbeit bei allen Farmarbeiten bilden sie eine wichtige Stütze von Harnas.
Marieta, Jo und Schalk van der Merwe setzen sich dafür ein, dass diese Leute in ihrer gewohnten Umgebung leben können und unterstützen sie in ihrem Kampf uns Überleben.
So wurde das Cheeky Cheetah Tageszentrum in Leben gerufen: Eine bunte, aktive und lustige Vorschule. Die Kinder sollen alle Fähigkeiten lernen, die zum Besuch einer Schule notwendig sind. Es soll die Liebe zum Lernen geweckt werden, sie lernen hygienische Grundregeln und werden emotional und physisch auf die Schule vorbereitet. Harnas hat eine eigene Lehrerin angestellt, die mit den Kindern übt und spielt.
Da die Kinder nur San sprechen und die Schulsprache Afrikaans ist, lernen sie diese für sie ungewohnte Sprache, um dann die Volksschullehrerin verstehen zu können. Die Kinder kommen fünfmal die Woche zusammen, bekommen eine warme Mahlzeit, können duschen und werden spielerisch auf die Schule vorbereitet.
Nach dem Besuch des Cheeky Cheetah Tageszentrums ist es möglich, dass die Kinder den nächsten großen Schritt wagen: den Besuch der ersten Klasse Volksschule. Harnas versucht, sie in den beiden nächstgelegenen Schulen (mit dem Auto eine Stunde entfernt!), der Gqaina und der Good Hope Primary School unterzubringen. Aufgrund der großen Entfernungen müssen alle Kinder dort im Internat bleiben.
Sie können die Kinder und auch ihre Familien unterstützen.
Indem Sie eine Patenschaft für eines der Kinder übernehmen, finanzieren Sie mit 200 Euro im Jahr (=0,55 € pro Tag) das Schulgeld, die Schuluniform, das Internat und die Verpflegung dort – alles Kosten, die die Eltern alleine nicht aufbringen können.
Trotz aller Fürsorge kann es manchmal vorkommen, dass sich die Eltern der Kinder dazu entschließen, ihren nomadischen Wurzeln zu folgen, auf eine andere Farm zu ziehen und ihre Kinder mitzunehmen. Harnas ist aber fest davon überzeugt, dass in einem Kind, das nur einige Monate das Tageszentrum oder eine Schule besucht hat, trotz allem der Samen der Hoffnung gesät ist und dieses Kind mit dem erworbenen Wissen besser voran kommt.

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San Entwicklungshilfe
Aufgrund ihrer sozialen Ausgrenzung mangelt es den meisten San an handwerklichen Fähigkeiten, um in der modernen Wirtschaft bestehen zu können. Da ihre kulturelle Identität nicht verloren gehen soll, bemüht sich Harnas, ihre Kenntnisse einzusetzen und gleichzeitig ihre Fähigkeiten auf kunsthandwerkliche Anfertigungen zu lenken.
Speziell gefertigter Schmuck aus Straußeneiern, eine lange Tradition der San, wird im Shop auf Harnas verkauft und der Erlös kommt den Buschleuten zugute.
Auf Harnas gibt es seit kurzem eine Art Lehrwerkstätte für handwerkliche Berufe. Die San lernen Arbeiten in der Tischlerei, der Elektrik, Installationen, Autoreparaturen und Farmarbeiten. Sie erhalten ein Gehalt und nach dem sechsmonatigen Training bekommen sie ein Zeugnis, dass ihnen die Möglichkeit gibt, auch auf anderen Farmen qualifiziert zu arbeiten.
Obwohl Harnas ursprünglich nur auf Tierschutz ausgerichtet war, hat man erkannt, dass es genauso wichtig ist, die vom Leben benachteiligte San Bevölkerung zu schützen und zu unterstützen.

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Tiere auf Harnas

Tiere finden auf verschiedenste Weise ihren Weg nach Harnas:

Problemtiere
Durch die Ausbreitung von bebauten und bewohnten Gebieten kommen die Leute immer öfter mit wilden Tieren in Kontakt. Das führt unausweichlich zu ernsthaften Problemen zwischen Tier und Mensch. Diese zeigen sich z.B. bei der Farmtierhaltung, denn es gibt sowohl mit größeren Raubtieren als auch mit kleineren Eindringlingen Schwierigkeiten. Diese Tiere verursachen materielle Schäden für die Farmer, die diese nicht akzeptieren wollen und können. Sie greifen daher zu jedem Mittel, um diese Problemtiere los zu werden. Der namibische Naturschutz ist sehr bemüht, in jedem Fall helfend einzuschreiten. Harnas bietet Ratschläge an, nimmt eingefangene Tiere auf und versucht positiv zwischen den Farmern zu vermitteln.

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Verletzte Tiere
Tiere, die unglücklicherweise in Fallen gefangen werden, tragen dabei meistens sehr schwere Verletzungen davon. Diese Tiere können nicht wieder ausgewildert werden. Harnas bekommt laufend verwundete, unterernährte, kranke und misshandelte Tiere. Die medizinische Betreuung, die Pflege und die Liebe, mit der diese Tiere versorgt werden, gibt ihnen die Chance auf Leben.

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Unerwünschte Tiere
Die Versuche, wilde Tiere zu domestizieren und sie als Haustiere halten zu wollen, führen zu großen Problemen. Dieser Wunsch der Menschen bedingt sogar das vorsätzliche Töten von Muttertieren, um an die Jungen zu kommen. Tiere sind immer süß und herzig, solange sie klein sind und keine Kraft haben. Sobald sie geschlechtsreif sind, werden sie aggressiv, eifersüchtig und herrschsüchtig. Ihre menschlichen Besitzer sind dann nicht in der Lage, mit diesen Handlungsweisen umzugehen. Sie setzen dann Alkohol, Drogen oder Gewalt ein, was oft zum Tod der Tiere führt. Diese Tiere haben nie Gruppenstrukturen oder ihre natürlichen Lebensraum kennen gelernt und sind daher immer von Menschen abhängig. Harnas ist wie das Paradies für diese Tiere.

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verwaiste Tierbabies
Viele Muttertiere sterben aufgrund von Jagd, Fallenstellerei oder Autounfällen. Ihre Babys kommen – oft erst einen Tag alt – nach Harnas, und benötigen rund um die Uhr Pflege. Diese Tiere gewöhnen sich oftmals an die Menschen und es ist daher schwer, sie wieder auszuwildern. Das Ziel ist es, diese Tiere im Lifeline-Projekt auszuwildern, sobald sie ein Alter erreicht haben, wo sie für sich selbst sorgen können.

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Auffangstation Harnas
Harnas ist ein sicherer Zufluchtsort für viele verletzte, ungeliebte und ausgesetzte Tiere, gleich ob zahm oder wild. Hier finden diese Tiere einen Ort, wo sie sich erholen und behütet leben können. Die Umsetzung der Harnas-Vision ist zwar sehr teuer, aber wenn man sieht, wie die Tiere hier aufblühen und ihr Leben genießen, ist es jede Anstrengung und jede finanzielle Belastung wert. Hier ein paar der Schützlinge:

Gommie, ein kleine grüne Meerkatze, kam von einer Dame aus Ondangwa zu uns. Sie musste ihr Haustier zu uns bringen, da ihr Gatte nach einem Autounfall rund um die Uhr Pflege benötigte.

Audrey, ebenfalls eine grüne Meerkatze, kam vor langer Zeit aus Windhoek nach Harnas. Sie wurde bei ihrem früheren Besitzer in einem engen, ganz dunklen Gehege gehalten und als er sie eines Tages dem grellen Sonnenlicht aussetzte, ist sie erblindet. Obwohl auf Harnas alles versucht wurde, war ihr Augenlicht nicht mehr zu retten. Audrey lebt jetzt in einem eigenen Gehege, wo sie sich zurecht findet und sich über Besucher freut.

Sam war einer der ersten Löwen, die nach Harnas kamen. Bei einer Routineuntersuchung stellte sich heraus, dass er FIV hat, was mit dem menschlichen AIDS vergleichbar ist. Er wurde zum Schutz der anderen Löwen in einem separaten Gehege untergebracht, wo er schon 16 Jahre lang lebt. Mit seiner Lebensgeschichte gibt er Harnas die Möglichkeit, alle Gäste und Besucher über diese Krankheit zu informieren.

Patscha, der Leopard, kam von 12 Jahren von der Farm Welkom in der Nähe von Gobabis hierher. Er hat Hydrocephalus, also Wasser im Gehirn. Er lebt gut mit seiner Behinderung.

Goeters, der Gepard, wurde zu einem Symbol von Harnas. Herr von Solms brachte ihn vor mehr als 20 Jahren nach Harnas und mittlerweile hat Goeters alle anderen Geparde überlebt und gewinnt mit seinem sanften Wesen alle Herzen im Flug. Trotz einiger Versuche, ihn wieder freizulassen, kam er immer wieder zu „seiner Familie“ zurück und wollte beim Haus leben. Umso überraschender war es kürzlich, als wir einen neuen Versuch starteten und ihn mit Joanie, Duma, Pride und Cleo in ein Gehege gaben. Vom ersten Moment an stellte er klar, dass er der Chef im Hause ist. Er wurde sogar in seinem hohen Alter nochmals Vater.

Mr. Nielson, ein Totenkopfäffchen, war der einzige Überlebende von vier Affen, die von Südamerika nach Namibia geschmuggelt wurden.

Finn, ein Adler, wurde von Leuten nach Harnas gebracht, die ihn mit dem Auto angefahren hatten. Er hatte schwere Verletzungen und sein Flügel musste amputiert werden, aber er erholte sich gut und lebt seither in der Voliere.

Streifenmangusten werden von vielen Leuten in Namibia als Haustiere gehalten, solange sie klein und herzig sind. Da sie aber aufgrund ihres Rudelverhaltens dann nicht mehr so leicht zu halten sind, werden sie dann oft nach Harnas gebracht. Dort können sie im Rudel frei herum laufen und schließen sich zu großen sozialen Gruppen zusammen.

Asem, ein Weisskopf-Kapgeier, war im Besitz eines Hereromannes, der Schwarzhandel mit den Tieren betrieb und sie an Chinesen verkaufte. Er schmuggelte 12 Geier in einer engen Röhre, aber drei davon erstickten. Die restlichen neun kamen nach Harnas und wurden in die Freiheit entlassen. Alle außer Asem, denn er kam immer wieder zurück und lebt seither auf dem Farmgelände.

Löffelhunde sind harmlose Insektenfresser, werden aber von Farmer oft mit Schakalen verwechselt. Wenn sie dann Muttertiere erschießen und Junge finden, bringen sie diese nach Harnas.

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Harnas Tierklinik
Die Harnas Tierklinik konnte dank vieler Sponsoren und Spenden aus aller Welt eingerichtet werden. Über die Jahre wurden schon viele Operationen durchgeführt, die das Leben von vielen Tieren retten konnten. Private Tierärzte arbeiteten in dieser Klinik, und jetzt gelang sogar die Anstellung eines fixen Tierarztes. Die Klinik wird auch für Forschungszwecke genutzt, um die Anatomie und Physiologie der Tiere besser verstehen zu lernen.

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Besuch

Wenn Sie die afrikanische Wildnis und Natur auf spektakuläre Weise erleben wollen, dann ist Harnas genau der richtige Platz für Sie. Wir laden Leute aus aller Welt ein, auf Harnas ein individuell zugeschnittenes Abenteuer zu erleben. Harnas gibt Ihnen die Gelegenheit, die Welt durch Gottes Augen zu sehen, den dunklen, unberührten Kontinent zu entdecken und mit einem außergewöhnlichen Gute-Nacht-Lied einzuschlafen: mit dem Gebrüll von Löwen. Gönnen Sie sich einen erholsamen Aufenthalt auf unserer Harnas Gästefarm, weit weg vom Großstadtgetriebe mit Lärm und Hektik.
Wenn Sie sich für Tiere und Naturschutz begeistern und für viele Erfahrungen offen sind, dann ist das Harnas Volontärs-Projekt das ultimative Abenteuer für Sie.

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Lage
Die Farm Harnas liegt in der Omaheke Region im zentralen Osten Namibias. Namibia grenzt im Norden an Angola, im Osten an Botswana, im Süden an Südafrika und den westlichen Abschluss bildet der Atlantische Ozean. Die nächstgelegene Stadt zu Harnas ist Gobabis, die Hauptstadt der Omaheke Region. Die Omaheke Region liegt inmitten der mehr als 900.000 km2 großen Kalahari Wüste. Die Kalahari Wüste bedeckt den östlichen Teil Namibias, den größten Teil Botswanas und Teile von Südafrika. Die Kalahari selbst besteht aus verschiedenen Ökosystemen: Wüste, Savanne, Sumpfland und Buschland. Harnas liegt inmitten des Buschlandes.

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Anfahrt
Um von der Hauptstadt Windhoek nach Harnas zu kommen, nimmt man den B6 Trans-Kalahari-Highway, der Namibia via Botswana mit Südafrika verbindet. Gobabis liegt 202 km von Windhoek entfernt. In Gobabis biegt man an der ersten Kreuzung links ab. Dann geht die Fahrt 8 km durch Gobabis in Richtung des Buitepos Grenzübergangs. Dabei kann man die Gelegenheit nutzen, das Auto vollzutanken und eventuell fehlende Dinge, wie Insektenspray, Sonnenlotion oder ähnliches einzukaufen. Nach weiteren 5,1 km kommt auf der linken Seite das Hinweisschild „Harnas Lion Farm“. Gleich danach geht links die C 22 ab. Diese C 22 ist eine geteerte Straße und führt nach 45,6 km zu der kleinen Stadt Drimiopsis. Hier sehen Sie auf der linken Seite das Schild „Harnas Lion Farm“ und da biegen Sie nach rechts ab. Jetzt geht’s auf einer Schotterstraße weiter, die generell sehr gut befahrbar ist. Nur während der Regenzeit sollte man sich sicherheitshalber über den Straßenzustand informieren. Bei Kilometer 53 hält man sich bei der Y-Kreuzung links.
Der Eingang von Harnas mit einem großen Tor und einem Wachmann liegt bei Kilometer 92,5. Der Wachposten gibt Ihnen das Gästebuch, um sich einzutragen. Dann können Sie den Weg langsam entlang fahren und schon nach den ersten Tieren Ausschau halten. Bei Kilometer 98,8 gibt es eine scharfe Linkskurve und nach 102,5 km ein weiteres Gatter. Dieses nach dem Durchfahren bitte wieder schließen und dann rechts in Richtung des Flugfeldes weiterfahren. Nachdem Sie eine kleine hölzerne Brücke überquert haben, können Sie sich unter dem Sonnenschutzdach einparken. Der Weg über die große Brücke führt zur Lapa, dem reetgedeckten Gebäude zu Ihrer Rechten. Dort wird Sie unser Rezeptionist willkommen heißen und Sie können sich an einem erfrischenden Getränk laben, bevor wir Ihnen ihr Chalet oder den Campingplatz zeigen.

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Klima
Namibia hat zum Teil Wüstenklima mit sehr heißem Sommer und milden Winter. Beachte, dass die Temperaturen in der Nacht sinken. Durchschnittlich hat Windhoek 300 Sonnentage im Jahr. Sommer ist von Oktober bis April mit Tagestemperaturen bis zu 40 Grad, in der Nacht kühler, der Durchschnitt liegt bei 20 – 34 Grad. Regen fällt normalerweise zwischen November und März, wobei es auch zu heftigen Gewittern kommen kann. Der Winter zwischen Mai und September bietet warme Tage mit Temperaturen von 6 – 21 Grad, aber Nächte, in denen die Temperatur unter den Gefrierpunkt sinken kann – daher unbedingt warme Kleidung mitbringen! Die beliebteste Reisezeit nach Namibia ist zwischen März und Oktober, wo es wenig regnet und die Temperaturen angenehm sind.

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Unterkunft
Harnas hält eine große Bandbreite an Unterkunftsmöglichkeiten für seine Gäste parat: von gemütlichen rustikalen Chalets bis hin zu luxuriösen Zimmern mit Klimaanlage und eigenem Badezimmer. Außerdem gibt es einen Campingplatz mit Duschen und WC im Nassbereich und für die Abenteuerlustige besteht die Möglichkeit des Campings im Busch (auf Harnas sind keine Zelte oder Campingartikel erhältlich – alles mitbringen! Brennholz auf Anfrage erhältlich).
Alle Wohnbereichen sind von unberührter afrikanischer Fauna und Flora umgeben: das Brüllen der Löwen, äsende Springböcke am Flugfeld, eine Katze, die sich an Ihrem Fuß reibt, ein Mangustenherde auf der Futtersuche und viele andere Überraschungen warten auf Sie.

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Aktivitäten
Gäste auf Harnas haben die Möglichkeit, die Magie und Schönheit des Ortes in höchstmöglichem Komfort zu genießen. Das Personal ist bemüht, jeden Ihrer Wünsche zu erfüllen. Bei geführten Touren kann man die Fütterung vieler Tiere beobachten – die typische Ekstase der Wildhunde bis hin zum furchterregenden Gebrüll der majestätischen Löwen. Verschiedene Touren bringen Sie zu unterschiedlichen Tageszeiten zu fast allen Tieren, die auf Harnas leben und betreut werden. Sie können an Pirschfahrten und an der Lifeline-Tour teilnehmen, die Ihnen einen ersten Einblick in den Auswilderungsprozess bietet. Am heißen afrikanischen Nachmittag erwartet Sie ein Swimmingpool zur Abkühlung und in der Lapa gibt es Snacks und Drinks – Gratis-Gesellschaft von vielen tierischen Freunden inklusive.
Alle Aktivitäten müssen im Voraus gebucht und bei der Ankunft bestätigt werden, um eine genaue Planung und Vorbereitung gewährleisten zu können.

Vormittags-Fütterungstour
Auf unserer vormittäglichen Fütterungstour erfahren Sie die Lebensgeschichten unserer großen Raubkatzen wie Löwen, Leoparden und Geparden. Sie sehen Paviane, Wildhunde und viele andere Tiere. Auf unseren Tourfahrzeugen sitzend erleben Sie das faszinierende afrikanische Wildtierleben: erleben Sie, wie ein Löwen wenige Meter von Ihnen entfernt sein Fleisch frisst, hören Sie die ungewöhnlichen Laute der vom Aussterben bedrohten Wildhunde, fahren Sie durch eine Gruppe Geparde und vergnügen Sie sich bei den herum tollenden Pavianen. Während der ganzen Tour, die ca. 2 ½ Stunden dauert, versorgt Sie unser erfahrener Tourguide mit interessanten Informationen. Sonntag ist Fasttag für unsere Tiere – die Tour findet wie gewöhnlich statt, nur ohne Fütterung.

Nachmittags-Fütterungstour
Die Nachmittagstour beginnt mit einer kleinen Jause. Danach zeigt Ihnen unser Tourguide Einblicke in das Leben unserer Nilkrokodile, einer außergewöhnlichen braunen Hyäne, Sie treffen Löwen, Geparde und grüne Meerkatzen, besichtigen das Cheeky Cheetah Kinderzentrum, unsere Kapelle, das Volontärscamp und vieles andere.

Reiten
Dieses faszinierende Erlebnis kann nur angeboten werden, wenn ein Tourguide zur Verfügung steht. Ausritt nur für Leute mit Reiterfahrung!

Sundowner mit Löwengebrüll-Untermalung
Bei Sonnenuntergang konkurrieren unsere Löwen, wer am lautesten und stärksten brüllen kann! Genießen Sie dieses außergewöhnliche Konzert mit einem kühlen Drink in der Hand! Gänsehaut inklusive!

Pirschfahrten im Lifeline Gebiet
Mittels GPS spüren Sie mit uns unsere mit einem Funkhalsband ausgestatten Löwen oder Geparden in ihrer natürlichen Umgebung auf.

Filmen, Fotografieren und Kunst
Harnas wohnt eine inhärente Schönheit inne. Die langsame, aber stetige Bewegung des afrikanischen Busches mit seinen zahlreichen Gerüchen, Geräuschen und Blickwinkeln bietet die Grundlage für eine Inspiration, die wir in der modernen Gesellschaft schon lange verloren haben.
Harnas hat nicht nur eine große Anzahl von tierischen Filmstars und Supermodels hervor gebracht, sondern auch zahlreiche Künstler, die mit ihren unterschiedlichen Kunststilen Harnas weltweit bekannt gemacht haben.

Buschmannlandtour
Bist Du zwischen 18 und 40 und suchst die Abwechslung? Hast Du den ewig gleichen Tagesablauf satt? Suchst Du Abenteuer in einem unberührten Land, wo Du die Stille der Natur hören kannst? Dann haben wir genau das richtige Angebot für Dich!
Diese Tour bringt Dich ins Buschmannland, wo Du die Sprache der Natur lernen wirst, das Fährtenlesen, wo Du Deine Überlebensfähigkeiten testen kannst und lernst, wie ein Buschmann zu leben. Du bist beim Auswildern der Tiere dabei und erlebst sie dabei in ihrer natürlichen Umgebung. Du kannst Dich Deinen Ängsten stellen und erfährst die einzigartige Verbindung, die zwischen den Buschmännern und der Tieren besteht. Du musst nicht körperlich stark sein, aber Du wirst lernen, Dich stark zu fühlen! Das Harnas Team, das Dich begleitet, wird Dich lehren, dass nur zwei Dinge wichtig sind: die Tiere zu lieben und immer das Unerwartete zu erwarten.
Diese Tour startet immer an einem Freitag und endet am darauffolgenden Mittwoch. Dieser sechstägige Aufenthalt im Buschmannland wird voller Abenteuer und aufregender Erlebnisse sein.

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Anmeldung
Termine und Preise sind direkt auf Harnas anzufragen. Wenn Sie Harnas besuchen wollen, mailen Sie bitte an Marika Kotze: bookings@harnas.org. Sie wird Sie mit den notwendigen Informationen versorgen.
Es gibt keine Möglichkeit, als „normaler“ Gast oder gegen Kost und Logis mitzuarbeiten. Es ist in Namibia generell verboten, mit großen Raubtieren in Kontakt zu treten. Da es großes Interesse an der Tierbetreuung, dem Naturschutz und im speziellen am „Harnas way of life“ gegeben hat, hat das Ministerium für Einwanderung Harnas eine Sondergenehmigung erteilt und so ist das aktuelle Volontärsprojekt entstanden.

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Mitarbeit als Volontär

Bist Du zwischen 18 und 40 und suchst nach einer außergewöhnlichen Erfahrung? Hast Du den immer gleichen Alltag satt? Möchtest Du unerforschte Wildnis kennen lernen und gleichzeitig Stille und das Gebrüll von Löwen hören? Dann ist Harnas Dein Platz! Hier kommst Du bei der Arbeit in sehr engen Kontakt mit wilden Tieren und lernst Leute aus der ganzen Welt kennen. Du lernst die Natur kennen und lernst wie man sich dort verhält. Du kannst die afrikanische Steppe und die einzigartige Verbindung zwischen Tier und Mensch kennen lernen. Du musst nicht körperlich stark sein, aber Du wirst lernen, Dich stark zu fühlen. Auf Harnas leben wir nur nach drei Regeln: liebe die Tiere, sei bereit für Veränderungen und erwarte das Unerwartete.

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Tätigkeiten
Harnas ist ständig in Bewegung und es ereignet sich immer etwas, sei es bei den Wildtieren, in der Forschung, im Tageszentrum oder bei medizinischen Projekten. Als Volontär bist Du in das tägliche Geschehen voll eingebunden. Dazu gehören Futtervorbereitung, Fütterung, Pflege, dem Säubern und Errichten von Gehegen, Zäunen und Wasserlöchern, Zaunkontrolle Tierzählungen, Tierstudien, das Betreuen der Kinder im Cheeky Cheetah Zentrum, Fear-Faktor-Spiele, Überlebenstraining, Kostümnächte, Buschspaziergänge genauso wie Tierspaziergänge und Sterne schauen.
Harnas bietet Dir die Gelegenheit, das Leben der Tiere, die nicht ausgewildert werden können, durch Deine Pflege und Fürsorge schön zu gestalten. Wir glauben, dass alle Tiere eine zweite Chance verdienen und dass sie in ihrem natürlichen Lebensraum, frei von menschlicher Betreuung, leben sollten können. Du kannst mit Deiner Bewerbung beim Volontärs-Projekt mithelfen, das Leben dieser Tiere zu verbessern.
Als Volontär auf Harnas kommst Du mit „zahmen“ Tieren in Kontakt. Beachte aber, dass auch ein „zahmes“ Raubtier in erster Linie ein Raubtier ist. Die zahmen Tiere wurden mit der Hand aufgezogen, sind aber nur ein kleiner Prozentsatz aller Tiere auf Harnas. Für uns sind sie Botschafter für alle anderen, die schon frei und relativ unsichtbar auf unserem 10.000 ha großen Farmgebiet leben wie z.B. die vom Aussterben bedrohten Wildhunde, die keinen großen Fanclub haben, aber auf Harnas eine sichere Zuflucht finden. Die Arbeit im direkten Kontakt mit den Tieren kann sich im Lauf des Jahres ändern.

Ein möglicher Tagesablauf:
Frühstück und Abwasch, Packen des Tagesrucksacks und Anmarsch zur Farm zur Morgenbesprechung
Morgenmeeting: Situationsanalyse, Tagesprogramm, Gruppenkoordination Gruppenführer organisieren die Tagesaktivitäten wie z.B. Tierspaziergänge, Futtervorbereitung, Farmarbeit, Touren, Reitausflüge etc.
Die Volontäre, die für die Futtervorbereitung zuständig sind, holen die Essensreste aus der Lapa Messerausgabe im Büro der Volontäre
Futtervorbereitung, Monitoring
Futter für die Nachmittagstour ins Kühlhaus
Fütterung und Beobachtung
Reinigung der Gehege und des Futterplatzes
Start der Aktivitäten: Gehegekontrolle, Tierspaziergänge, Farmarbeit, Forschung für die Freilassung von Tieren
Mittagessen in der Lapa
Freizeit und Möglichkeit, mit Tieren Kontakt zu knüpfen
Koordinationsmeeting
Beginn der Nachmittagstour
Futtervorbereitungsteam nimmt die Fütterung vor
Start für Tierspaziergänge, Farmarbeit, Tour
Nachmittagsaktivitäten beginnen
Löwen- Pavian- Meerkatzen- Schakal- und Caracalbesuch
Zaunkontrolle, Farmarbeit, Reinigungsarbeiten
Forschung und Funksignalüberwachung von freigelassenen Tieren
Rückkehr ins Volontärs-Camp
Gemeinsames Abendessen
Beginn der Schlafenszeit der kleinen Pavianbabys und Start zum Outdoor-Schlafen in den Tiergehegen
Sperre der Lapa – Schlafenszeit
Lass den Tag Revue passieren und denke immer daran: erwarte das Unerwartete!

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Kenntnisse und Fähigkeiten
Die Kommunikation erfolgt in Englisch.
Wir verlangen keine besonderen Vorkenntnisse aber Interesse für Tiere – auch an solchen, die Du besser nicht berührst. Teamgeist und die Bereitschaft zu arbeiten und zu helfen sind Voraussetzung.
Bei Beginn erhältst Du eine Einschulung für den Umgang mit Tieren, was Du tun und nicht tun sollst. Das Training gehört zum Programm.

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Visum
Um an dem Volontärs-Projekt teilnehmen zu können, brauchst Du ein Visum, welches Dir Marika zusenden wird. Bitte fülle es aus und maile oder scanne es retour.
Dazu brauchen wir:
Das komplett ausgefüllte Visum-Formular mit Unterschrift auf Seite B
Eine Kopie Deines Reisepasses
Eine Kopie der Anzahlungsüberweisung
Die Visumgebühr für 2010 betrug 800 namibische Dollar.
Da die Ausstellung eines Visums ungefähr 8-9 Wochen dauert, sollte die Anmeldung so schnell wie möglich übermittelt werden.
KEIN VOLONTÄR KANN OHNE VISUM MITARBEITEN!!

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Aufenthaltsdauer
Im Minimum zwei Wochen, im Maximum drei Monate (lt. Visum, das man bei der Einreise erhält).

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Ankunft
Der Ankunftsflughafen muss der Windhoek International Airport in Namibia sein. Beachte bitte, dass es bei einem Flug über Johannesburg oft zu verspäteter Gepäcksanlieferung kommt. Sollte Dein Gepäck zu spät ankommen, wird es nach Harnas transportiert, sobald es in Windhoek eintrifft. Deshalb empfehlen wir, die wichtigsten Dinge ins Handgepäck zu packen.
Ein Vertreter von Harnas wird Dich am Flughafen erwarten. Achte auf jemanden, der eine Tafel mit „Harnas Wildlife Foundation“ hoch hält. Sollte wider Erwarten niemand von Harnas vor Ort sein, dann rufe auf der Farm an: 00264 (0)62 568828
Das Projekt startet IMMER an einem FREITAG.
Das heißt, dass ein Transport die Volontäre am Freitag in Windhoek aufnimmt, nach Harnas bringt und sie dort ihre Einschulung bekommen. Wir ersuchen daher alle Volontäre, MINDESTENS einen Tag früher anzureisen, da der Transport zwischen 9 und 10 Uhr abfährt. In Gobabis gibt es einen Zwischenstopp, bei dem Getränke und Snacks gekauft werden können und eine WC-Pause. Obwohl die Strecke nur 300 km lang ist, dauert die Anreise aufgrund von Pausen und Stopps oft mehrere Stunden. Harnas kümmert sich gerne um ein Quartier vor der Abfahrt nach Harnas, bei einer Verlängerung des Aufenthalts in Namibia nach Harnas muss sich allerdings der Volontär selbst um die Quartiere kümmern.
Der Transport von Harnas zum Flughafen erfolgt IMMER an einem DONNERSTAG.
Bei der Ankunft auf Harnas gibt es eine Unterweisung durch den Volontärs-Koordinator, der Dir das Camp zeigt. Am nächsten Tag gibt es die generelle Einschulung mit der Geschichte von Harnas und allen Verhaltensregeln. Am zweiten Tag lernst Du, welche Tiere welches Futter bekommen, wie sie zu füttern sind und wie ihre Gehege gereinigt werden. Neue Volontäre dürfen bis Montag nicht in die Gehege gehen.

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Unterbringung
Du wohnst mit drei anderen Helfern in einem Holzhaus im Volontärs-Dorf, das ca. 700 Meter von der Farm entfernt liegt. Es gibt separate Gemeinschaftsnassräume mit Duschen und WC. Handtücher und Bettzeug sind vorhanden. Das Dorf wird durch eine Solaranlage versorgt. Harnas stellt direkt auf der Farm einen eigenen Raum mit Strom zur Verfügung, wo die Batterien für Laptops, Kameras und Telefone aufgeladen werden können.
Verpflegung:
Das Essen für die Volontäre wird in der Lapa gekocht. Beachte bitte, dass in Namibia Fleisch ein Hauptbestandteil der Mahlzeiten ist und daher für Vegetarier Schwierigkeiten bieten kann. Wir werden uns aber bemühen, Deinen Wünschen gerecht zu werden.

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Checkliste
Pass, Reisedokumente und Reiseversicherung
Kamera und Batterieladegerät
Bargeld: namibische Dollar
Notebook und Schreibmaterial
Kleiner Tagesrucksack
Pflegeleichte Kleidung: Shorts, T-Shirts, lange Hosen etc.
Regenbekleidung
Fleecejacke oder warme Bekleidung
Wanderschuhe (für Buschwanderungen etc.)
Badebekleidung
Sonnencreme
Insektenschutz
Wasserflasche
Toilettenartikel und Erste-Hilfe-Set
Schlafsack (vorteilhaft, aber nicht zwingend notwendig)
Taschenlampe
Feuerzeug
Wecker und Adapter
Impfungen: Wenn keine persönlichen medizinischen Indikationen dagegen sprechen, empfehlen wir folgende Impfungen aufzufrischen: Hepatitis A, Tetanus, Typhus und Polio. Dazu empfehlen wir eine Tollwut Impfung, da einige der kleineren Tiere auf Harnas Überträger sind. Generell empfehlen wir eine Rücksprache mit einem Tropeninstitut in Deiner Heimat, um über den neuesten Stand der Anforderungen informiert zu sein. Bitte nicht in letzter Minute, sondern rechtzeitig mit den Impfungen beginnen!!

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Leistungen
Was ist inkludiert?
Transfer vom und zum Flughafen; Unterbringung, Frühstück, Mittagessen, Abendessen, Wasser und Tee, Wäscherei, Internet; Einführung und Schulung bei der Ankunft; volle Unterstützung des Projektleiters während des gesamten Aufenthalts auf Harnas

Was ist nicht inkludiert?
Flüge; persönliche Reiseversicherung für die Dauer des Aufenthalts; Souvenirs von Harnas; Getränke, Snacks u.a., das in der Lapa verkauft wird; Extra Exkursionen.

Für Preisanfragen wende Dich direkt an Astrid: Astrid@harnas.org.

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Working Guest Programm für 40+

Harnas bietet für Personen, die über 40 Jahre alt sind, eigene Termine zur Mitarbeit an. Sie erleben ein intensives afrikanisches Naturerlebnis mit Komfort und Stil in den Weiten Namibias. Dieses Angebot richtet sich an Alleinreisende ebenso wie an Paare und Freunde. Die Gruppe besteht aus mindestens 6 und maximal 12 Personen. Es erwarten Sie beeindruckende Erlebnisse mit der Tierwelt Afrikas, Naturschutz und Abenteuer, ebenso wie ein Einblick in das Leben der Buschmann-Bevölkerung. Während Ihres Besuches wohnen Sie in luxuriösen und geräumigen Cottages und Iglus, die sich harmonisch in die Landschaft einfügen. Die Unterkünfte sind mit Bad ausgestattet. Die Unterkunft wird täglich gereinigt und Ihre Wäsche gewaschen.

Termine:

  • 16.April - 30.April 2012
  • 25.Juni - 9.Juli 2012
  • 4.Februar - 18.Februar 2013
  • 4.März - 18.März 2013
  • 8.April - 22.April 2013
  • 6.Mai - 20.Mai 2013
  • 10.Juni - 24.Juni 2013
  • 8.Juli - 22.Juli 2013
  • 5.August - 19.August 2013
  • 9.September - 23.September 2013
  • 7.Oktober - 21.Oktober 2013
  • 4.November - 18.November 2013
Kosten des Exklusive working guest Programms für 2 Wochen bei alleiniger Belegung der Unterkunft:
Cottage: 2.800 Euro pro Person, Ilgu: 2.700 Euro pro Person
Doppelbelegung (mit der günstigeren Rate teilen Sie die Unterkunft mit einer Person des gleichen Geschlechts oder als Paar):
Cottage: 1.900 Euro pro Person, Iglu: 1.800 Euro pro Person

im Preis enthalten:

  • Empfang und Transfer nach Harnas,
  • Begrüßungsrundgang und Einschulung,
  • Unterkunft in luxuriösen Cottages/Iglus,
  • Frühstück, Mittagessen, Nachmittagstee und Abendessen,
  • engagiertes Personal
nicht enthalten sind:
  • Flüge,
  • Visum,
  • Reiseversicherung,
  • örtliche Reisen,
  • Getränke und Erfrischungen
Anmeldungen zu diesem Programm bei Frau Astrid Behrendt: astrid@harnas.org

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Anmeldung
Wenn Sie an einem Volontärs-Projekt teilnehmen wollen, mailen Sie bitte an Astrid Behrendt: Astrid@harnas.org. Sie wird Sie mit den notwendigen Anmeldungsformularen versorgen.

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